

Heizstrom
Wissenswertes rund um Strom für dein Heizsystem
Erfahre, wie Heizstrom funktioniert, wann ein separater Tarif sinnvoll sein kann und worauf du bei Verbrauch, Zähler und Kosten achten solltest.
Was ist Heizstrom?
Vielleicht heizt du bereits mit einer Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung – oder du überlegst, dein Heizsystem umzustellen. Dann sind dir Begriffe wie Heizstrom, Wärmestrom, Wärmepumpenstrom oder Nachtspeicherstrom sicher schon begegnet. Doch was bedeuten sie eigentlich? Und wann kann sich ein spezieller Heizstromtarif für dich lohnen? Wir haben alle wichtigen Informationen für dich zusammengefasst.
Zu den wichtigsten elektrischen Heizsystemen und Anwendungen gehören:
- Wärmepumpen
- Speicherheizungen wie Nachtspeicherheizungen
- elektrische Direktheizungen und Infrarotheizungen
- elektrische Fußbodenheizungen
- Anlagen zur elektrischen Warmwasserbereitung
ℹ️Haushaltsstrom versorgt Geräte wie Kühlschrank, Fernseher oder Waschmaschine. Heizstrom ist hingegen für die Heizung und Warmwasserbereitung bestimmt. Bei vielen elektrischen Heizsystemen lässt sich der Verbrauch über einen separaten Stromzähler erfassen und über einen speziellen Heizstromtarif abrechnen.
Heizstrom und Haushaltsstrom
Technisch handelt es sich bei Heizstrom und Haushaltsstrom um dieselbe elektrische Energie. Der Unterschied liegt vor allem darin, wofür der Strom genutzt, wie der Verbrauch gemessen und über welchen Tarif er abgerechnet wird.
Ob sich eine getrennte Messung und ein eigener Heizstromtarif für dich lohnen, hängt von deiner Heizungsanlage, der Art der Verbrauchsmessung und den jeweiligen Tarifbedingungen ab.
🏡Haushaltsstrom
- versorgt beispielsweise Licht, Kühlschrank, Waschmaschine und Unterhaltungselektronik wie TV, Notebook oder Spielekonsole
- wird über einen gewöhnlichen Haushaltsstromtarif abgerechnet
- läuft in der Regel über den Haushaltsstromzähler
⚡Heizstrom
- wird für elektrische Heizungs- und Warmwasseranlagen genutzt
- kann getrennt vom Haushaltsstrom gemessen werden
- lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen über einen speziellen Heizstromtarif abrechnen
Was ist eigentlich ein Heizstromtarif?
Ein Heizstromtarif ist ein spezieller Stromtarif für Anlagen zur Wärmeerzeugung. Viele dieser Tarife setzen voraus, dass der Stromverbrauch der Heizungsanlage getrennt vom Haushaltsstrom gemessen wird. Für den Betrieb einer elektrischen Heizung ist ein separater Zähler jedoch nicht grundsätzlich erforderlich.
Ob sich ein eigener Heizstromtarif für dich rechnet, lässt sich nicht allein am Strompreis erkennen. Berücksichtige beim Vergleich auch den Verbrauch deiner Anlage, die Art der Verbrauchsmessung, mögliche Kosten für einen zusätzlichen Zähler und die Bedingungen des jeweiligen Tarifs.
Welcher Heizstromtarif passt zu deinem Zuhause?
Gemeinsam prüfen wir, welcher Heizstromtarif zu deiner Heizungsanlage und deinem Verbrauch passt. Dabei beantworten wir auch Fragen zu Zählern, Wärmepumpen, Nachtspeicherheizungen und den verschiedenen Tarifmöglichkeiten. Für unsere Kundinnen und Kunden ist die Energieberatung kostenlos.
Warum wird Heizstrom häufig separat gemessen?
Wird dein Heizstrom getrennt vom übrigen Stromverbrauch erfasst, erscheint der Verbrauch der Heizung auch separat auf der Abrechnung. So kannst du nachvollziehen, wie viel Strom auf die Wärmeerzeugung entfällt. Dafür kommen je nach technischer Ausstattung unterschiedliche Zählerlösungen zum Einsatz.
Je nach Art der Verbrauchsmessung kann ein Eintarifzähler oder ein Zweitarifzähler eingesetzt werden. Ein Eintarifzähler erfasst den gesamten Verbrauch in einem Zählwerk. Ein Zweitarifzähler, auch Doppeltarifzähler genannt, besitzt dagegen zwei Zählwerke und ordnet den Stromverbrauch unterschiedlichen Tarifzeiten zu. Auf der Stromrechnung werden entsprechend ein oder zwei Zählerstände berücksichtigt.
Dabei wird zwischen Hochtarif (HT) und Niedertarif (NT) unterschieden. Der Strom im Niedertarif ist bei entsprechenden Tarifmodellen meist günstiger und wird häufig nachts erfasst. Welche Zeiträume als HT und NT gelten, legen der jeweilige Tarif und die Vorgaben des Netzbetreibers fest.
Welche Zählerlösung für dich infrage kommt, hängt von deiner Anlage und den technischen Voraussetzungen vor Ort ab.
Nachtspeicherstrom und Nachtstrom
Nachtspeicherstrom und Nachtstrom bezeichnen nicht genau dasselbe. Eine Nachtspeicherheizung ist eine Form der elektrischen Speicherheizung: Sie nimmt zu festgelegten Zeiten Strom auf und speichert die daraus erzeugte Wärme. Diese wird anschließend nach und nach an den Raum abgegeben. Der dafür genutzte Strom wird als Nachtspeicherstrom bezeichnet. Nachtstrom meint dagegen Strom, der innerhalb bestimmter – häufig nachts liegender – Tarifzeiten gesondert erfasst und abgerechnet wird. Je nach Zählerlösung und Tarif können solche Zeitfenster auch heute noch eine Rolle spielen.
Wärmepumpenstrom
Wärmepumpen kommen sowohl im Neubau als auch zunehmend in Bestandsgebäuden zum Einsatz. Auch ein Altbau kann dafür geeignet sein, wenn unter anderem Dämmung, Heizflächen und Vorlauftemperatur zur Anlage passen. Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und benötigen dafür elektrische Energie. Für Wärmepumpen gibt es spezielle Wärmepumpenstromtarife. Ob ein solcher Tarif für dich infrage kommt, hängt von der gewählten Zählerlösung und den verfügbaren Angeboten ab. Grundsätzlich kann eine Wärmepumpe auch über den Haushaltsstrom versorgt werden.
Häufige Fragen zu Heizstrom
Technisch handelt es sich um dieselbe elektrische Energie. Als Heizstrom wird jedoch Strom bezeichnet, der gezielt für die Wärmeerzeugung eingesetzt wird. Er kann über den Haushaltsstromtarif oder – sofern die Voraussetzungen erfüllt sind – über einen speziellen Heizstromtarif abgerechnet werden.
Im Zusammenhang mit Stromtarifen werden die Begriffe Wärmestrom und Heizstrom meist synonym verwendet.
Wärmepumpen benötigen Strom für ihren Betrieb. Dieser kann über einen Haushaltsstromtarif oder – sofern die Voraussetzungen erfüllt sind – über einen speziellen Wärmepumpenstromtarif bezogen werden.
Nein. Eine elektrische Heizung kann grundsätzlich auch über den Haushaltsstromzähler versorgt werden. Ob ein separater Zähler sinnvoll oder erforderlich ist, hängt vom Heizsystem, dem gewünschten Tarif und der Art der Verbrauchsmessung ab.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Ob ein separater Heizstromtarif wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem vom Verbrauch, der Art der Verbrauchsmessung, der Heiztechnik und den jeweiligen Tarifbedingungen.