Die Einstufung der Ampel erfolgt auf Grundlage einer fachlichen Bewertung durch unsere Expertinnen und Experten. Für die Bewertung werden sowohl die aktuelle Versorgungssituation als auch die erwartete Entwicklung in den kommenden Tagen berücksichtigt. Grundlage hierfür ist insbesondere eine rollierende Zehn-Tages-Prognose des Wasserbedarfs und der verfügbaren Produktionskapazitäten. Dabei fließen unter anderem Wetter- und Niederschlagsprognosen, Grundwasserstände, Behälterfüllstände, Wasserfördermengen, saisonale Verbrauchsmuster sowie weitere bekannte Einflussfaktoren in die Bewertung ein.
Die Ampelfarbe wird daher nicht anhand eines einzelnen Wertes oder eines einzelnen Tages festgelegt. Ein Wechsel in die nächsthöhere Ampelstufe erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Zehn-Tages-Prognose für einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens 72 Stunden eine entsprechende Belastung der Wasserversorgung erwarten lässt. Auch für die Rückkehr in eine niedrigere Ampelstufe müssen die aktuellen Versorgungsdaten und die Prognose eine nachhaltige Entspannung der Situation erkennen lassen. Dadurch wird sichergestellt, dass Statuswechsel auf einer belastbaren Datengrundlage beruhen und kurzfristige Schwankungen nicht unmittelbar zu einem Farbwechsel führen. Gleichzeitig wird vermieden, dass die Trinkwasserampel aufgrund kurzzeitiger Veränderungen wiederholt zwischen einzelnen Ampelstufen wechselt.