Zum Hauptinhalt springen
| Fernwärme

Rückgrat der Fernwärmeversorgung

Stadtwerke planen Neubau der Leitung 8

Größere Transportkapazität und erhöhte Versorgungssicherheit – Austausch mit allen Beteiligten

Die Stadtwerke Bielefeld modernisieren ihre Wärmeversorgung und stärken die Infrastruktur für die gesamte Innenstadt. Mit dem geplanten Neubau der Fernwärme-Leitung 8 zwischen der Müllverbrennungsanlage und der Feldstraße entsteht eine der zentralen Wärmeachsen der kommenden Jahrzehnte.


Die Leitung 8 ist ein zentrales Rückgrat des Fernwärmenetzes. Über sie wird die in der MVA erzeugte Wärme in Richtung Innenstadt transportiert. Der Neubau erfolgt nicht nur auf Basis neuer technischer Standards, sondern auch in einer größeren Dimension als bisher. Die neue Leitung erhöht damit die Versorgungssicherheit deutlich und schafft zugleich die Basis, um mehr Haushalte und Unternehmen in der Innenstadt mit klimafreundlicher Fernwärme versorgen zu können.


„Der Neubau der Leitung 8 ist ein zentraler Schritt, um die Wärmeinfrastruktur in Bielefeld nachhaltig aufzustellen. Die moderne Technik und die größere Leitungsdimension ermöglichen uns, das Netz noch zukunftssicherer auszurichten und die Wärmeversorgung der Innenstadt langfristig stabil zu halten“, sagt Dr. Nils Neusel-Lange, Geschäftsbereichsleiter Netze und Infrastruktur bei den Stadtwerken Bielefeld.


Gespräche mit Politik und Gewerbetreibenden
Der vom Amt für Verkehr genehmigte Trassenentwurf wird entlang der Eckendorfer Straße realisiert. Aktuell befinden sich die Stadtwerke in der Ausführungsplanung. Daran schließt sich im zweiten Halbjahr 2026 die Ausschreibung der Bauleistungen, die derzeit vorbereitet wird, an. Der geplante Baustart Anfang 2027 steht unter dem Vorbehalt einer erfolgreichen Ausschreibung sowie der weiteren Baustellenkoordination durch die Stadt.


Während der geplanten Bauzeit wird es in einzelnen Abschnitten der Eckendorfer Straße zu Einschränkungen beim Verkehr kommen. Die Stadtwerke stimmen sich daher bereits seit einiger Zeit eng mit dem Amt für Verkehr ab. In der aktuellen Planungsphase können noch keine detaillierten Angaben zu Verkehrs-Beeinträchtigungen in der Eckendorfer Straße gemacht werden. Die genauen Auswirkungen auf den Verkehr ergeben sich erst im Verlauf der weiteren Planung.


Um die größtmögliche Akzeptanz für das Projekt zu erzielen, beziehen die Stadtwerke alle relevanten Gruppen frühzeitig mit ein. So gehen die Stadtwerke in den Austausch mit den Gewerbetreibenden und Anliegern entlang der Eckendorfer Straße. Ihre Hinweise und Erwartungen fließen direkt in die Ausschreibung und die weitere Planung ein. Ebenso werden Politik und Verwaltung noch umfassend informiert. „Unser Ziel ist es, Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und die Belange, etwa der ansässigen Unternehmen, bestmöglich zu berücksichtigen. Genau deshalb gehen wir früh in den Dialog mit allen Beteiligten“, sagt Nils Neusel-Lange.