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Bodelschwinghstraße: Stadtwerke setzen ab 1. Oktober das 110-kV-Projekt fort

Verbindung zwischen den Umspannwerken Gadderbaum und Brackwede – Verkehrsfluss sichergestellt

Gleich an mehreren Stellen im Stadtgebiet verstärken die Stadtwerke Bielefeld im Auftrag der Bielefelder Netz das Hochspannungsnetz für die Energiewende und die Herausforderungen der Zukunft. Am 1. Oktober starten an der Bodelschwinghstraße in Gadderbaum und an der Leipziger Straße in Brackwede die Arbeiten für eine 110.000-Volt-Leitung, die zukünftig die Umspannwerke Gadderbaum und Brackwede verbinden soll. Bis zum Sommer 2027 werden auf 2,2 Kilometern zunächst Schutzrohre verlegt. Die Stromkabel werden im Sommer 2028 eingezogen.

Die Gesamtstrecke von der Bodelschwinghstraße bis zur Leipziger Straße ist rund 2,9 Kilometer lang. Ein erster, etwa 650 Meter langer Abschnitt in der Bodelschwinghstraße, wurde bereits im Jahr 2025 vorbereitet. Der nun anstehende zweite Bauabschnitt führt von der Bodelschwinghstraße über Am Rosenberg, die Heubergerstraße, Cansteinstraße und Dresdener Straße bis zur Leipziger Straße.

„Das 110.000-Volt-Netz ist das Rückgrat der Stromversorgung in Bielefeld. Mit der neuen Verbindung zwischen den Umspannwerken Gadderbaum und Brackwede entwickeln wir diese zentrale Infrastruktur vorausschauend weiter. Gerade erst haben wir die Arbeiten an der Hochspannungsleitung in der Promenade abgeschlossen, im Sommer ist zudem der Bau der neuen Verbindung zwischen Sparrenberg und Am Zwinger gestartet. Gemeinsam stärken diese Projekte die Versorgungssicherheit und bereiten unser Stromnetz auf die künftigen Anforderungen vor. Damit schaffen wir zugleich eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bielefeld“, sagt Dr. Nils Neusel-Lange, Geschäftsführer der Bielefelder Netz GmbH.

Auf rund zwei Kilometern kommt das grabenlose Spülbohrverfahren zum Einsatz. Dabei werden die Schutzrohre unterirdisch zwischen einzelnen Start- und Zielgruben verlegt. So kann die Oberfläche auf weiten Teilen der Strecke bestehen bleiben. Rund 280 Meter der Trasse entstehen in offener Bauweise. „Wir setzen auf eine Bauweise, die große Teile der Strecke unterirdisch überbrückt. Damit halten wir die Bodelschwinghstraße offen und sorgen für so wenig Beeinträchtigungen im Straßenraum wie möglich“, betont Nils Neusel-Lange.

Baustellenampel regelt Verkehr

Zum Auftakt sind in der Bodelschwinghstraße zwei Bohrungen vorgesehen. Eine davon verläuft auf rund 260 Metern durch felsigen Untergrund und überwindet dabei etwa 35 Höhenmeter. Der Bereich zwischen Quellenhofweg und Am Lamberg auf Höhe von Haus Salem wird dafür voraussichtlich rund acht Wochen abschnittsweise als Baufeld genutzt. Die Bohrung durch den Wald in Richtung Heubergerstraße soll bis etwa Ende Februar 2027 abgeschlossen sein. Ab Frühjahr 2027 verlagern sich die Arbeiten dann in den Bereich der Heubergerstraße und Cansteinstraße.

Parallel beginnen im Oktober die Arbeiten in der Leipziger Straße zwischen dem Umspannwerk Brackwede und der Einmündung Dresdener Straße. Dort werden die Schutzrohre auf einer Strecke von rund 120 Metern in offener Bauweise verlegt.

Die Bodelschwinghstraße bleibt während der Arbeiten befahrbar. Die vom Amt für Verkehr geplante Verkehrsführung sieht vor, dass im jeweiligen Baufeld eine Fahrspur zur Verfügung steht. Eine Ampel führt den Verkehr wechselseitig daran vorbei. Ab Anfang Oktober ist die Einfahrt vom Quellenhofweg in die Bodelschwinghstraße nicht möglich. Von der Bodelschwinghstraße kann weiterhin in den Quellenhofweg abgebogen werden.

Alle Grundstücke bleiben erreichbar

In der Leipziger Straße, der Cansteinstraße und der Heubergerstraße wird die Durchfahrt im jeweiligen Bereich der offenen Verlegung zeitweise gesperrt. In den betroffenen Straßen kann aber von beiden Seiten bis zum Baufeld gefahren werden. Die Stadtwerke stellen zudem sicher, dass alle Anliegerinnen und Anlieger ihre Grundstücke weiterhin erreichen. Auch zu Fuß und mit dem Fahrrad kann der Baustellenbereich passiert werden.

Nach Abschluss der Rohrverlegung folgt im Sommer 2028 der Einzug der 110.000-Volt-Kabel. Für die Verbindung der einzelnen Kabelabschnitte sind fünf Montagegruben vorgesehen, darunter zwei in der Bodelschwinghstraße.