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| Presse

Alles im grünen Bereich? Für einen bewussten Umgang mit Trinkwasser

Stadtwerke Bielefeld richten Ampelsystem im Internet ein

Die Stadtwerke Bielefeld stellen ab sofort eine sogenannte Trinkwasserampel auf ihrer Internetseite bereit. Sie dient als leicht verständliche Orientierung, wie es um die aktuelle Trinkwassersituation bestellt ist und wann ein bewusster Umgang mit Wasser besonders sinnvoll ist.


„Wir verstehen die Trinkwasserampel als ein Informations- und Sensibilisierungsinstrument. Sie ergänzt die bestehende Kommunikation der Stadtwerke und ist Teil eines umfassenden Trinkwassersparkonzepts. Ziel ist es, insbesondere in Zeiten hoher Nachfrage für Transparenz zu sorgen und gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden Verantwortung für die Ressource Trinkwasser zu übernehmen“, sagt Dr. Nils Neusel-Lange, Geschäftsbereichsleiter Netze und Infrastruktur bei den Stadtwerken Bielefeld. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die Rahmenbedingungen für die Trinkwasserversorgung verändern. Unterdurchschnittliche Niederschläge – wie im Jahr 2025 – und eine zeitweise geringere Grundwasserneubildung wirken sich auf die Verfügbarkeit aus. Auch für das Jahr 2026 zeichnen sich phasenweise angespannte Bedingungen in der Wasserbeschaffung ab.

Die Stadtwerke Bielefeld haben darauf frühzeitig reagiert und setzen weiterhin auf eine sichere, leistungsfähige und vorausschauend geplante Wasserversorgung. Dazu gehören unter anderem technische Maßnahmen in den Wasserwerken, der verstärkte Bezug von Wasser aus benachbarten Versorgungsgebieten sowie eine laufende, engmaschige Beobachtung der Versorgungslage. Die Trinkwasserampel ergänzt diese Maßnahmen auf der Nachfrageseite. „Erfahrungen anderer Wasserversorger zeigen, dass schon kleine Verhaltensanpassungen vieler Menschen gemeinsam eine große Wirkung entfalten können, insbesondere zu Zeiten hoher Spitzenverbräuche“, sagt Nils Neusel-Lange.
So funktioniert die Trinkwasserampel
Die Ampel zeigt in drei Stufen an, wie die aktuelle Situation einzuschätzen ist. Die Bewertung erfolgt auf Basis verschiedener Faktoren, etwa der aktuellen Wasserförderung, der Nachfrageentwicklung und der verfügbaren Reserven. Die Verwaltung der Ampel obliegt den Stadtwerken Bielefeld. Die Einführung basiert auf einem Beschluss des städtischen Umweltausschusses im vergangenen Jahr. Ihre Ausgestaltung wurde inhaltlich mit dem städtischen Umweltamt abgestimmt.


Grün: Alles im grünen Bereich. Die Trinkwasserversorgung ist stabil. Wasser steht in ausreichender Menge und Qualität jederzeit zur Verfügung. Trinkwasser kann wie gewohnt genutzt werden. Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource wird weiterhin empfohlen, um die Grundwasservorräte zu schonen und die Versorgung langfristig zu sichern.
 

Gelb: Bitte Wasser sparen. Die Trinkwasserversorgung ist angespannt. Der Wasserverbrauch liegt seit mehreren Tagen auf sehr hohem Niveau. Trinkwasser sollte sparsam verwendet werden. Auf die Verwendung von Trinkwasser zum Waschen von Fahrzeugen, zur Außenreinigung von Gebäuden und Terrassen sowie auf weitere nicht notwendige Nutzungen wie Gartenbewässerung oder das Befüllen von Pools sollte verzichtet werden.


Rot: Wasser nur für das Nötigste nutzen! Die Trinkwasserversorgung ist stark belastet. Um die Versorgung aller Haushalte jederzeit sicherzustellen, sind Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung erforderlich. Trinkwasser ist ausschließlich für notwendige Zwecke zu verwenden. Dazu zählen insbesondere Trinken, Kochen, Körperpflege, das Waschen von Wäsche sowie das Spülen von Geschirr im haushaltsüblichen Umfang. Auf alle weiteren Nutzungen, insbesondere wasserintensive Anwendungen wie das Waschen von Fahrzeugen, die Außenreinigung von Gebäuden und Terrassen sowie Gartenbewässerung oder das Befüllen von Pools, ist vollständig zu verzichten.


Die aktuelle Anzeige der Trinkwasserampel sowie weiterführende Hinweise zum Wassersparen sind online abrufbar unter: www.stadtwerke-bielefeld.de. Wechselt die Anzeige die Farbe, informieren die Stadtwerke zusätzlich in den Sozialen und den örtlichen Medien.