Die Filteranlage im Freibad Schröttinghausen ist in die Jahre gekommen. Wegen Rostschäden und Dichtigkeitsproblemen besteht ein erhöhtes Ausfallrisiko. Deshalb plant die Bielefelder Bäder und Freizeit GmbH (BBF), die Badewassertechnik zu erneuern.
„Die Sanierung ist eine notwendige Investition in die Zukunft des Freibades. Mit der Erneuerung der Technik schaffen wir eine wichtige Voraussetzung für einen weiterhin verlässlichen Betrieb des Standortes“, sagt BBF-Geschäftsführer Marcus Lufen. „Da die Ergebnisse der Ausschreibung mit Investitionskosten von zirka 1,4 Millionen Euro aber deutlich über den zunächst prognostizierten und geplanten Kosten liegen, muss der Aufsichtsrat über diese erhöhte Investition entscheiden“, sagt Marcus Lufen. Aktuell werden die Ausschreibungsergebnisse gesichtet und geprüft.
Sollte der Aufsichtsrat Ende September dem Projekt zustimmen, könnte die Umsetzung unmittelbar danach beginnen. Die Baumaßnahme würde voraussichtlich bis Juni 2027 andauern und hätte damit Einfluss auf die Saisoneröffnung 2027. „Wir werden gemeinsam mit dem Förderverein alles tun, um den Start in die Freibadsaison 2027 in Schröttinghausen nicht zu lange verschieben zu müssen“, sagt Marcus Lufen und bittet bereits jetzt alle Badegäste um Verständnis.
Förderverein steht seit Jahrzehnten für das Bad ein
Eine bedeutsame Rolle bei Erneuerung der Badewassertechnik spielt einmal mehr der Förderverein Freibad Schröttinghausen. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am vergangenen Dienstag haben die Mitglieder einstimmig signalisiert, das vorgestellte Finanzierungskonzept mitzutragen und vorbehaltlich der weiteren Projektentscheidung einen Betrag von 450.000 Euro für die Maßnahme zur Verfügung zu stellen.
„Dieser einstimmige Beschluss ist ein starkes Signal unserer Mitglieder. Er zeigt, wie sehr uns das Freibad Schröttinghausen am Herzen liegt und wie groß die Bereitschaft ist, Verantwortung für seine Zukunft zu übernehmen“, sagt die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Friederike Kleinesdar. Mit großem ehrenamtlichem Engagement setzt sich der Verein seit Jahrzehnten für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Freibades ein. Zahlreiche Investitionen und Verbesserungen am Standort konnten durch die Unterstützung des Fördervereins ermöglicht werden.
„Unser Verein lebt vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen. Die jetzt beschlossene finanzielle Unterstützung ist deshalb nicht einfach nur eine Geldsumme. Sie ist das Ergebnis jahrelanger Vereinsarbeit, des Vertrauens unserer Mitglieder und eines verantwortungsvollen Umgangs mit den Mitteln, die wir gemeinsam aufgebaut haben“, sagt Friederike Kleinesdar. Mit der aktuellen finanziellen Beteiligung leiste der Förderverein einen erheblichen Beitrag zur langfristigen Sicherung des Freibadstandortes. „Für uns steht die mittelfristige Sicherung des Freibadstandortes im Mittelpunkt. Wir wollen dazu beitragen, das Freibad auch für kommende Generationen zu erhalten. Gleichzeitig ist uns wichtig, dass die Investition in die Technik mit einer nachhaltigen Weiterentwicklung des Freibades verbunden wird.“ Und auch über die technische Sanierung hinaus möchte der Förderverein gemeinsam mit der BBF den Standort weiterentwickeln. So ist vorgesehen, unter anderem die Rutsche zu erneuern und ein Sonnensegel für den Kinderbereich anzuschaffen.
„Ich freue mich über das außergewöhnliche Engagement des Fördervereins. Die Entscheidung für diese finanzielle Unterstützung zeigt eindrucksvoll, welchen Stellenwert das Freibad in Schröttinghausen und darüber hinaus hat und was durch ehrenamtlichen Einsatz möglich wird“, sagt BBF-Geschäftsführer Marcus Lufen.
