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| Fernwärme

Fernwärme in Bielefeld: transparent, verlässlich und zunehmend klimafreundlich

Preisplattform zeigt: Stadtwerke Bielefeld liegen weiter unter dem bundesweiten Durchschnitt

Fernwärme spielt für die Wärmewende in Städten eine zentrale Rolle. Eine aktuelle Auswertung der bundesweiten Preistransparenzplattform Fernwärme zeigt nun: Die Preise für Fernwärme bewegen sich in Deutschland seit 2023 auf einem stabilen Niveau. Gleichzeitig wird deutlich, dass der Anteil klimafreundlicher Wärme weiter wächst.

Für Bielefeld bestätigt die Auswertung den eingeschlagenen Kurs der Stadtwerke Bielefeld: Auch nach der vorgesehenen Preisanpassung ab dem 1. April 2027 gehört die Bielefelder Fernwärme weiterhin zu den günstigsten Anbietern im bundesweiten Vergleich. Zugleich liegt der Anteil nachhaltiger Wärme in Bielefeld bereits heute deutlich über dem Durchschnitt der auf der Plattform erfassten Wärmenetze.

Die Preistransparenzplattform www.waermepreise.info wird gemeinsam vom Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK (AGFW), dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) betrieben. Derzeit sind rund 710 Teilnetze registriert – 158 mehr als zu Beginn der Plattform. Damit deckt sie inzwischen mehr als die Hälfte des deutschen Fernwärmeabsatzes ab, repräsentiert knapp 27.000 Kilometer Fernwärmenetz und einen Wärmeabsatz von rund 61.500 Gigawattstunden (GWh).

Der aktuelle Halbjahresbericht weist für den typischen Abnahmefall eines Mehrfamilienhauses mit 160 Kilowatt Anschlussleistung einen gewichteten Mischpreis von 15,6 Cent pro Kilowattstunde brutto aus. Dieser Wert liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Seit 2023 bewegt sich der bundesweite Fernwärmepreis stabil um rund 16 Cent pro Kilowattstunde.

„Die Zahlen zeigen, dass Fernwärme eine transparente und für den Kunden gut nachvollziehbare Wärmelösung ist. Für Bielefeld gilt: Wir verbinden Versorgungssicherheit, Klimaschutz und faire Preisgestaltung. Aktuell liegt der gewichtete Mischpreis für den typischen Abnahmefall eines Mehrfamilienhauses in Bielefeld bei 10,87 Cent pro Kilowattstunde. Auch nach der vorgesehenen Preisanpassung ab dem 1. April 2027 bleiben wir bei der Preisgestaltung rund 18 Prozent unter dem heutigen, bundesweiten Durchschnitt. Zudem gibt es in der Fernwärme keine Umwandlungsverluste, was diesen Energieträger in Bielefeld, auch aufgrund der stetig steigenden CO2-Kosten, heute schon günstiger als das Heizen mit Erdgas macht“, sagt Holger Mengedodt, Geschäftsbereichsleiter Wärme bei den Stadtwerken Bielefeld.

Auch beim Klimaschutz ist die Bielefelder Fernwärme gut aufgestellt. Während bundesweit 29 Prozent der auf der Plattform erfassten Fernwärmeerzeugung aus klimafreundlichen Quellen stammen, liegt der Anteil nachhaltiger Wärme in Bielefeld bei gut 70 Prozent. Damit übererfüllen die Stadtwerke Bielefeld bereits heute die gesetzlichen Anforderungen, die für das Jahr 2030 einen Anteil von mindestens 30 Prozent klimafreundlicher Wärme vorsehen.

„Die Wärmewende gelingt besonders dort, wo vorhandene Infrastruktur konsequent weiterentwickelt wird. Genau das tun wir in Bielefeld seit vielen Jahren. Fernwärme ist ein wichtiger Baustein, um Gebäude effizient und zunehmend klimafreundlich mit Wärme zu versorgen“, sagt Mengedodt. In Bielefeld werden bereits mehr als 30.000 Wohneinheiten mit Fernwärme versorgt. Das Netz umfasst rund 230 Kilometer. In den kommenden Jahren soll die Fernwärme dort weiter ausgebaut werden, wo dies technisch möglich ist, die Bebauung dicht und das Anschlussinteresse vorhanden ist.

Die Preistransparenzplattform macht bundesweit sichtbar, wie sich Fernwärme entwickelt: Die Marktabdeckung wächst, die Preise bleiben stabil und die Transformation der Wärmeerzeugung schreitet voran. Für Bielefeld unterstreichen die Ergebnisse, dass die Stadtwerke mit ihrer Fernwärmestrategie auf einem guten Weg sind – wirtschaftlich nachvollziehbar, transparent und mit einem hohen Anteil nachhaltiger Wärme.