Die Stadtwerke Bielefeld wollen am Montag, 19. Januar, mit den Bauarbeiten am Klosterplatz beginnen. Voraussetzung dafür sind Wetterverhältnisse, die dies auch zulassen. Wegen der niedrigen Temperaturen und des Schnees ruhen aktuell die allermeisten Baustellen im Stadtgebiet.
Was am Klosterplatz passiert
Die Arbeiten sind Voraussetzung für die anschließende Neugestaltung des Platzes und stellen sicher, dass in den kommenden Jahrzehnten keine weiteren planmäßigen Eingriffe in die Infrastruktur erforderlich werden. Geplant sind die Erneuerung und Verlegung von Gas-, Wasser- und Stromleitungen auf einer Gesamtlänge von rund 620 Metern.
Die Arbeiten starten in der Straße Klosterplatz, zwischen der Klasingstraße und der Klosterstraße. Dafür muss die Straße vollgesperrt werden. „Begonnen wird zunächst mit einer Bau-Kolonne. Im weiteren Verlauf wird, unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und der Anliegerinteressen, eine zweite hinzukommen“, sagt Dr. Nils Neusel-Lange, Geschäftsbereichsleiter Netze und Infrastruktur bei den Stadtwerken. „Um die Geräusch- und Schadstoffemissionen möglichst gering zu halten, werden wir im Rahmen einer Innovationsmaßnahme erstmals elektrische Baumaschinen ohne Verbrennungsmotor einsetzen.“
Anlieger wurden informiert
Die Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende wurden bereits Anfang Dezember über die Baustelle informiert. In diesen Tagen, kurz vor dem Start der Maßnahme, erfolgt eine weitere Information. Die Stadtwerke sind außerdem im persönlichen Austausch mit Anliegern, die besondere Interessen haben, wie etwa die angrenzende Schule und die Kirchengemeinde. Auch mit den Verantwortlichen für die zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen sind die Experten bereits im Gespräch.
Hintergründe zur Maßnahme
Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich zehn Monate – von Mitte Januar bis Oktober 2026. Unvorhersehbare Verzögerungen durch Schlechtwetter oder zusätzliche archäologische Funde können bei Baumaßnahmen in der Altstadt nicht ausgeschlossen werden.
Die Arbeiten erfolgen fortlaufend, teils in zwei Baufeldern, rings um den Platz. Für die Baustelleneinrichtung wird zusätzlich eine Fläche für Maschinen, Materialien und Schüttgüter benötigt, um einen effizienten Bauablauf zu gewährleisten.Die vorgesehene Trassenführung der neuen Leitungen liegt überwiegend nahe an den Gebäuden, so dass die Außengastronomie, die Geschäfte und Bewohnerinnen und Bewohner von den Bauarbeiten betroffen sein werden. Zur Sicherung des vorhandenen Baumbestandes werden die Tiefbauarbeiten im Wurzelbereich sehr schonend mittels Handschachtung oder Saugbaggerverfahren durchgeführt.
Parallel zu den Maßnahmen der Stadtwerke Bielefeld, wird das Amt für Verkehr weitere Baugrundanalysen durchführen. Im Anschluss an die Arbeiten der Stadtwerke wird der eigentliche Umbau des Klosterplatzes durch die Stadt Bielefeld beginnen.
