Stapenhorststraße: Arbeiten für 110-kV-Leitung starten im November

30.06.2022 | 15:34

geschrieben von  Sebastian Bauer

Stromnetz wird fit für die Energiewende gemacht – Vollsperrung ab Januar

In den kommenden Jahren arbeiten Versorgungsunternehmen wie die Stadtwerke Bielefeld mit Hochdruck daran, die Stromnetze fit für die Energiewende zu machen. Ein solches Projekt ist die Verlegung eines 110.000-Volt-Kabels im Westen Bielefelds. Die Leitung soll ab Ende 2023 das Umspannwerk Zwinger mit dem Umspannwerk der Universität verbinden und damit die kontinuierlich steigenden Anforderungen an das stabile, in Jahrzehnten gewachsene Netz sicherstellen.

Im November starten die Stadtwerke im Auftrag der Bielefelder Netz GmbH in der Stapenhorststraße in den letzten Bauabschnitt dieses großen Energie-Infrastrukturprojekts. Im Bereich Zwinger konnten die Arbeiten bereits im November 2021 beendet werden. Seit Anfang Oktober vergangenen Jahres laufen die Baumaßnahmen zwischen der Stapenhorststraße und dem Uni-Umspannwerk in der Kurt-Schumacher-Straße. Verlegt wurden hier die Leerrohre für das 110-kV-Kabel – die Arbeiten konnten im Juni 2022 planmäßig abgeschlossen werden.

„Für den Bauabschnitt in der Stapenhorststraße sind von Seiten der Stadt und der Deutschen Bahn nun alle Freigaben erteilt. Die Genehmigungsplanungen als auch die Verkehrsführung und damit verbundene verkehrsentlastende Maßnahmen während der Bauphase konnten finalisiert werden“, sagt Stefan Kronshage, Netzingenieur und Projektmanager im Bereich Netzbau der Stadtwerke Bielefeld.

Erste Arbeiten ab November

Begonnen wird mit den Arbeiten im November im Bereich zwischen der Kurt-Schumacher-Straße und der Bossestraße. Hier wird zunächst in einem 330 Meter langen Teilstück gearbeitet. Der Verkehr wird in dieser Zeit an der Baustelle vorbei geleitet.

Voraussichtlich im Januar starten die Stadtwerke dann mit den anschließenden Bauabschnitten zwischen Bossestraße und Ostwestfalendamm. Von Januar bis Oktober 2023 wird die Stapenhorststraße hierfür zwischen Kurt-Schumacher-Straße und Ostwestfalendamm wie angekündigt voll gesperrt. Während dieses Zeitraums ist gewährleistet, dass Rettungswege frei bleiben. Ebenfalls ist der Anlieger- und Lieferverkehr weiterhin möglich. Durchgangsverkehr ist während der Sperrung jedoch ausgeschlossen. Erreichbar bleibt für Rettungswagen als auch Besucher das Franziskus-Hospital in der Kiskerstraße. Genau so ist die Weststraße während der gesamten Baumaßnahme für den Verkehr freigegeben.

„Neue Anforderungen beim Einrichten und Betrieb von Straßenbaustellen und damit einhergehende größere Baufelder machen diese Vollsperrung notwendig. Aufgrund dieser arbeitsschutzrechtlichen Maßgaben mussten wir in der Planung auch eine Einbahnstraßenregelung für die Stapenhorststraße ausschließen. Die Stadtwerke sind natürlich bemüht, die Einschränkungen für die Anlieger so gering wie möglich zu halten“, betont Stefan Kronshage.

Ab November werden in einzelnen Bauabschnitten zunächst Leerrohre für das 110-kV-Kabel verlegt. Ab dem Herbst 2023 wird dann das Kabel in diese Rohre zwischen Umspannwerk Zwinger und Umspannwerk Universität eingebracht, so dass die Arbeiten voraussichtlich Ende 2023 abgeschlossen werden können. Stefan Kronshage: „Wir wissen um die Einschränkungen, die während der Bauphase rund um die Stapenhorststraße bestehen. Aber das gesamte Projekt ist enorm wichtig, weil es die Versorgungssicherheit des globalen Bielefelder Stromnetzes in der höchsten Netzebene für viele Jahrzehnte gewährleistet. So eine 110-kV-Leitung bildet das Rückgrat der Energieinfrastruktur der Stadt.“

Umleitungen stehen fest

Während der Vollsperrung wird der Durchgangsverkehr über die Jöllenbecker Straße und die Voltmannstraße sowie über die Wertherstraße umgeleitet. Da der Baustellenbereich nicht mit dem Fahrrad passierbar sein wird, erfolgt die Umleitung des Radverkehrs über die Melanchthonstraße, Rolandstraße, Dorotheenstraße und Goldbach.