Klimaschutzkampagne der Stadtwerke ein voller Erfolg: Klimaheldinnen und Klimahelden pflanzen Bäume im Bielefelder Wald

Pflanzten Traubeneichen (von links): Rainer Müller, Dr. Wiebke Esdar, Thomas Busche, Martin Uekmann und Pit Clausen. Foto: Sarah Jonek

15.11.2021 | 17:05

geschrieben von  Yvonne Liebold

„Du sparst C02, wir pflanzen Bäume.“ Das ist das Versprechen der Unternehmen der Stadtwerke Bielefeld, die mit ihrer Klimaschutzkampagne seit April 2021 aktiv sind. In einer App haben die Bielefelderinnen und Bielefelder seitdem ihr klimaschonendes Verhalten festgehalten und dafür Klima-Punkte gesammelt. Für jeweils 200 Klima-Punkte pflanzen die Stadtwerke Bielefeld einen Baum im Bielefelder Wald. Die ersten 200 Traubeneichen wurden jetzt von 40 Klimapunkte-Sammlerinnen und -sammlern gepflanzt.

Mit 43.000 Bäumen auf der Zielgeraden
Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann ist begeistert: „Wir sind ganz nah dran an unserem Ziel, 50.000 Bäume für den Bielefelder Wald zu pflanzen. Ich bedanke mich bei den Bielefelderinnen und Bielefeldern, die seit April 885.000 Kilometer zu Fuß gegangen, 370.000 Kilometer mit dem Fahrrad und fast 930.000 Kilometer mit Bus und Bahn gefahren sind. Eine ordentliche Leistung und ein wichtiger Beitrag für unser Klima.“ Zusammen wurden gut neun Millionen Kilogramm CO2 eingespart und Klimapunkte für mehr als 43.000 Bäume gesammelt. Die Stadtwerke gehen davon aus, dass die 50.000er Marke im Januar geknackt wird.
Die Bäume werden in den kommenden drei Jahren gepflanzt. Geplant ist die Aufforstung insbesondere der durch Dürre und Borkenkäfer stark geschwächten Flächen. „In diesem Winter pflanzen wir 12.000 Bäume auf unseren Wasserschutzflächen in der Senne. Danach geht es im gesamten Bielefelder Wald weiter. In enger Zusammenarbeit mit den städtischen Förstern werden die Flächen, die es am dringendsten nötig haben, bestimmt und nach und nach wiederaufgeforstet. Ziel ist ein gesunder, von Laubholz dominierter Mischwaldbestand mit einer breiten Vielfalt wetter-robuster Laub- und Nadelbäume“, sagt Andreas Buettner, Forstbeauftragter der Stadtwerke Bielefeld.

Klimaschonendes Verhalten spart CO2
Neben dem Sammeln von Punkten durch zu Fuß laufen, Fahrrad- und ÖPNV-Fahren können die Nutzerinnen und Nutzer der App weitere umweltfreundliche Aktivitäten auswählen und sich anrechnen lassen. Dies funktioniert in drei unterschiedlichen Kategorien – Ernährung, Nachhaltigkeit und BIE a Hero. Im Bereich Ernährung kann zum Beispiel angegeben werden, dass man regional auf einem Markt eingekauft oder auf Fleisch verzichtet hat. In der Kategorie Nachhaltigkeit steht unter anderem zur Auswahl „ich habe meine Kleidung secondhand gekauft“ oder „ich habe beim Einkaufen auf Plastikbeutel verzichtet“. Im Bereich BIE a Hero finden Nutzerinnen und Nutzer Anregungen und Informationen zum CO2-Einsparen rund um die Themen Mobilität und Energie.
Da die Klimaschutzkampagne so viel Zuspruch erfahren hat, soll sie fortgesetzt und weiterentwickelt werden. Marcus Lufen, Leiter Marketing und Innovation, könnte sich einen Preis für besonders klimaschonendes Verhalten vorstellen: „Wir sind gerade noch in der Ideen-Entwicklung, aber wir haben mit der BIE a Hero-Kampagne den Zahn der Zeit getroffen und möchten die 7.000 Bielefelderinnen und Bielefelder, die die App heruntergeladen haben, auch weiterhin dabei unterstützen, sich klimafreundlich zu verhalten.“

Auch für Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Müller gehören Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu den wichtigsten Themen unserer Zeit: „Da sich insgesamt 7,3 Prozent der Bielefelder Waldfläche im Eigentum der Stadtwerke befinden, haben wir eine besondere Verantwortung. Oberstes Ziel der Bewirtschaftung unseres Waldes ist seit jeher, die hervorragende Qualität unseres Grundwassers langfristig zu erhalten. Deswegen sind wir bemüht, die Versauerung des Waldbodens so gering wie möglich zu halten. Seit Jahren setzen wir deshalb darauf, die früher angepflanzten Nadelwald-Monokulturen durch Laubwälder zu ersetzen.“

Thomas Busche vom Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld begrüßt das Engagement der Stadtwerke: „Wer im Wald spazieren geht, sieht, dass viele Bäume gefällt werden mussten. Aktuell forsten wir mit Stiel- und Traubeneiche, Buche, Birke, Robinie, Kiefer, Küstentanne und Douglasie auf. Unser Ziel ist ein von Laubholz dominierter Mischwaldbestand, in dem Nadelholz eingemischt ist. Dabei geht der eigentliche Aufwand weit über das Pflanzen von Bäumen hinaus. Von der Flächenräumung und Bodenvorbereitung über Schutzvorrichtungen vor Wildverbiss bis hin zur Kulturpflege während der ersten Jahre benötigen die Bäume viel Pflege, die ins Geld geht.“

Interessierte finden alle Infos zur Kampagne unter www.bie-a-hero.de