Stadtwerke spenden 13.000 Euro an die Ukraine-Hilfe

Auf dem Gelände der Stadtwerke Bielefeld hat der Betriebsratsvorsitzende Marco Futterlieb (Mitte) die Spende nun stellvertretend an Tanja Schuh von der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft Bielefeld und Thomas Reuter vom Deutschen Roten Kreuz Bielefeld übergeben. Foto: Sebastian Bauer/Stadtwerke Bielefeld

05.05.2022 | 10:27

geschrieben von  Sebastian Bauer

Belegschaft und Unternehmen sammeln für zwei Bielefelder Hilfsprojekte

Seit Wochen begleiten die schrecklichen Bilder des Kriegs in der Ukraine unseren Alltag. Bilder, die auch bei den Stadtwerken Bielefeld eine große Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst haben. Im März hatte das Unternehmen bereits Sachspenden wie Stromaggregate und Powerbanks zum Laden von Mobiltelefon ins Kriegsgebiet geliefert. Jetzt sind bei einer vom Betriebsrat initiierten Spendenaktion gut 13.000 Euro für die Ukraine-Hilfe zusammengekommen. Das von der Belegschaft und dem Unternehmen gespendete Geld geht zur Hälfte an die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Bielefeld, die dank ihres direkten Drahts ins Krisengebiet die Bedürfnisse der Menschen vor Ort ganz genau kennt. Die andere Hälfte erhält das Deutsche Rote Kreuz Bielefeld, das zwei Flüchtlingsunterkünfte in der Stadt betreibt.

„Es ist sehr beeindruckend zu sehen, wie die Stadtwerkerinnen und Stadtwerker für die gute Sache zusammenhalten. Deshalb freut es uns sehr, dass durch die Kolleginnen und Kollegen so viel Geld für die Ukraine-Hilfe zusammengekommen ist“, sagt Marco Futterlieb, Betriebsratsvorsitzender der Stadtwerke. Das von der Belegschaft gesammelte Geld wurde kurzerhand durch das Unternehmen aufgestockt, so dass am Ende knapp 13.000 Euro an die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft und das DRK Bielefeld übergeben werden können. „Wir sind begeistert von der Hilfsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb haben wir keine Sekunde gezögert, den Spendenbetrag von Unternehmensseite aus zu erhöhen“, betonen die Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Müller und Martin Uekmann.

Mit den Spendengeldern richtet das Deutsche Rote Kreuz einen Computer-Arbeitsraum in der Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Fachhochschule ein. Dort soll Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, auf dem digitalen Weg weiter am Schulunterricht in der Ukraine teilnehmen zu können. „So einen Raum haben wir bereits in der Unterkunft auf dem Rütli. Für die geflüchteten Kinder ist es enorm wichtig, sich weiter am Unterricht beteiligen zu können. Auch und gerade deshalb, weil ihnen das in diesen traumatischen Zeiten ein Stück Normalität ermöglicht“, erläutert Thomas Reuter. Und der Leiter Migration, Integration und Flüchtlingsunterkünfte beim DRK Bielefeld ergänzt: „Wir freuen uns deshalb sehr über diese große Hilfsbereitschaft der Stadtwerke und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die uns die Umsetzung dieses Projekts nun möglich machen.“

Die Verantwortlichen der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft Bielefeld stehen seit Wochen mit Angehörigen, Freunden und offiziellen Stellen in der Ukraine in Kontakt und organisieren Hilfstransporte in die Kriegsgebiete. Aufgrund der Berichte von vor Ort wissen die Vorsitzende Tanja Schuh und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter ganz genau, an was es in der Ukraine gerade ganz besonders fehlt: „Es sind oft alltägliche Dinge wie Windeln oder Kleidung sowie technisches Gerät und natürlich auch finanzielle Mittel. Deshalb sind wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtwerke und dem ganzen Unternehmen sehr dankbar, dass sie uns mit ihrer Spende in diesen schwierigen Zeiten, die unser Heimatland durchlebt, unterstützen.“