Großes Strom-Projekt startet in die letzte Bauphase

Stadt und Stadtwerke erläuterten am Montag die 110-kV-Baumaßnahme in der Stapenhorststraße sowie die Auswirkungen auf den Verkehr (von links): Dirk Vahrson (stellvertretender Leiter Amt für Verkehr), Dr. Nils Neusel-Lange (Geschäftsbereichsleiter Netze, Stadtwerke Bielefeld), Olaf Strothmann (Leiter Zubringernetz und Baustellensteuerung, Stadtwerke Bielefeld), Martin Adamski (Verkehrsdezernent Stadt Bielefeld). Foto: Sebastian Bauer/Stadtwerke Bielefeld

07.11.2022 | 14:58

geschrieben von  Sebastian Bauer

110-kV-Leitung: Am 14. November beginnen die Arbeiten in der Stapenhorststraße

Mit dem Beginn der Bauarbeiten in der Stapenhorststraße startet am 14. November die letzte Bauphase für ein großes Strom-Infrastrukturprojekt im Bielefelder Westen. Die Stadtwerke Bielefeld verlegen im Auftrag der Bielefelder Netz GmbH ein 110.000-Volt-Kabel, das ab Ende 2023 das Umspannwerk Zwinger mit dem Umspannwerk der Universität verbinden soll.

In den kommenden Jahren stellen der Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie der Ladeinfrastruktur und der Bau der Medizinischen Fakultät der Bielefelder Universität enorme Herausforderungen an das Stromnetz. „Allein diese Baumaßnahme schafft für viele Jahrzehnte Versorgungssicherheit, nicht nur im Westen Bielefelds. Das gesamte Netz der Stadt wird damit weiter fit für die Energiewende gemacht“, betont Dr. Nils Neusel-Lange, Geschäftsbereichsleiter Netze bei den Stadtwerken Bielefeld.

Die Arbeiten beginnen am Montag, 14. November, im Bereich zwischen der Kurt-Schumacher-Straße und der Bossestraße. Hier wird zunächst in einem 330 Meter langen Teilstück gearbeitet. Der Verkehr wird in dieser Zeit per Baustellen-Ampel an dem Baufeld vorbei geleitet.

Häuser und Geschäfte bleiben erreichbar
Voraussichtlich im Januar starten die Stadtwerke dann mit den anschließenden Bauabschnitten zwischen Bossestraße und Ostwestfalendamm. Von Januar bis Oktober 2023 wird die Stapenhorststraße hierfür zwischen Kurt-Schumacher-Straße und Ostwestfalendamm nur für den Durchgangsverkehr gesperrt. Alle Häuser, Geschäfte und Praxen bleiben in der Zeit der Sperrung für Anwohnerinnen, Anwohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden erreichbar.

„Uns war bei der Planung wichtig, dass alle Anliegerinnen und Anlieger weiterhin ihr Ziel in der Stapenhorststraße erreichen. Das Baufeld von etwa 50 Metern Länge wandert während der Sperrung von der Bossestraße in Richtung Ostwestfalendamm. Es ist gewährleistet, dass Anliegerinnen und Anlieger von beiden Seiten der Sperrung jeweils bis zum aktuellen Baufeld kommen“, erläutert Olaf Strothmann, Leiter Zubringernetz und Baustellensteuerung bei den Stadtwerken Bielefeld.

„Wir sind uns bewusst, dass diese für die Versorgungssicherheit wichtige Baumaßnahme Einschränkungen für den Verkehr bedeutet. Die nun gefundene Lösung gewährleistet aber, dass alle Gebäude entlang der Stapenhorststraße erreichbar bleiben – egal ob Sie Anwohnerin und Anwohner sind, dort ein Geschäft betreiben oder einen Arzttermin wahrnehmen müssen“, sagt Martin Adamski, Verkehrsdezernent der Stadt Bielefeld, und ergänzt: „Darüber hinaus wollen wir die Sperrung dazu nutzen, Pendlerströme aus Werther kommend abzufangen, und mit der Stadtbahn in die City bringen, gleiches gilt zum Teil für die Busverkehre. Über weitere Details werden wir den nächsten Stadtentwicklungsausschuss informieren.“

Parken wird für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Anliegerinnen und Anlieger (Kundinnen und Kunden, Patientinnen und Patienten, Mandantinnen und Mandanten etc.) an den Stellen der Stapenhorststraße, in denen sich kein Baufeld befindet, wie gewohnt möglich sein. Die Nebenstraßen sind weiterhin erreichbar. Dort können Kundinnen und Kunden, wie es auch jetzt schon gelebte Praxis ist, die vorhandenen Parkflächen für Erledigungen in der Stapenhorststraße nutzen.

Ebenfalls ist sichergestellt, dass Rettungswege frei bleiben. Erreichbar bleibt sowohl für Rettungswagen als auch für Besucher das Franziskus-Hospital in der Kiskerstraße. Die Weststraße ist ebenfalls während der gesamten Baumaßnahme für den Verkehr freigegeben.

Ab November werden in einzelnen Bauabschnitten zunächst Leerrohre für das 110-kV-Kabel verlegt. Ab dem Sommer 2023 wird dann das Kabel in diese Rohre zwischen Umspannwerk Zwinger und Umspannwerk Universität eingebracht, so dass die Arbeiten voraussichtlich Ende 2023 abgeschlossen sein werden. „Während der Bauphase wird es teilweise Einschränkungen entlang der Stapenhorststraße geben. Insgesamt ist aber die Erreichbarkeit aller Wohnhäuser und Gewerbebetriebe gewährleistet. Alle Beteiligten arbeiten daran, dass die Baumaßnahme planmäßig abgeschlossen werden kann“, sagt Stefan Kronshage, Netzingenieur und Projektmanager im Bereich Netzbau der Stadtwerke Bielefeld.

Infos zu Umleitungen
Während der Sperrung wird der Durchgangsverkehr über die Jöllenbecker Straße und die Voltmannstraße sowie über die Werther Straße umgeleitet. Da der Baustellenbereich nicht mit dem Fahrrad passierbar sein wird, erfolgt die Umleitung des Radverkehrs über Melanchthonstraße, Rolandstraße, Dorotheenstraße und Goldbach.

Fahrtwege von Bussen
Mit dem Beginn der Baumaßnahme am 14. November bleiben die Fahrwege der Bus-Linien zunächst bestehen. Aufgrund der Baustellenampel im Bereich Melanchthonstraße kann es vereinzelt zu Verspätungen kommen. Voraussichtlich ab Anfang Januar gelten für die betroffenen Bus-Linien Umleitungen, welche aktuell zwischen den verschiedenen Aufgabenträgern und moBiel abgestimmt werden. Die dann geltenden Umleitungen werden frühzeitig vor Beginn der Sperrung der Stapenhorststraße kommuniziert.

Über den Bauverlauf in der Stapenhorststraße informieren die Stadtwerke Bielefeld regelmäßig in einem Newsletter. Melden Sie sich gerne per E-Mail an mussja@stadtwerke-bielefeld.de, Betreff „Info-Newsletter Stapenhorststraße“, an. Zudem beantwortet die Baustellenkommunikation der Stadtwerke Bielefeld Ihre Fragen unter der Telefonnummer 05 21-51 15 22.

Die wichtigsten Infos zur Sperrung auf einen Blick:

  • Sperrung für den Durchgangsverkehr von Januar bis Oktober 2023.
  • Wohnhäuser, Geschäfte, Praxen etc. bleiben trotz der Sperrung erreichbar. Zufahrt aus östlicher und westlicher Richtung der Sperrung für Fahrzeuge möglich.
  • Das Baufeld wandert von der Kurt-Schumacher-Straße in Richtung OWD
  • Lieferverkehr ist gewährleistet. Anlieferungen sind möglich.
  • Das Franziskus-Hospital in der Kiskerstraße bleibt erreichbar.
  • Rettungswege bleiben frei.
  • Fußläufig ist für Anlieger:innen alles erreichbar. Mit dem Fahrzeug ist die Erreichbarkeit bis zum Baufeld gewährleistet.
  • Parken wird weiterhin überall entlang der Stapenhorststraße möglich sein, ausgenommen ist der Bereich des Baufelds.
  • Alle Nebenstraßen sind weiterhin erreichbar, auch hier ist das Parken wie gehabt möglich.
  • Als Anlieger:innen gelten Anwohner:innen, Gewerbetreibende, Mitarbeiter:innen, Kund:innen, Patient:innen, Mandant:innen etc.