Stadtwerke statten Kitas und Offenen Ganztag der Falken mit CO2-Sensoren aus

Die Leiterin der Kita Nestfalken, Daniela Kretzschmar (Zweite von rechts) freut sich mit den Falken-Geschäftsführern Peter Bauer (Zweiter von links) und Ulrich Gödde (Mitte) über die CO2-Sensoren, die von den Stadtwerke-Projektmanagern Johannes Renz (links) und Sebastian Löbbert überreicht wurden. Foto: Sebastian Bauer/Stadtwerke Bielefeld

09.06.2021 | 13:42

geschrieben von  Sebastian Bauer

Die Qualität der Raumluft immer im Blick zu haben hat spätestens mit Beginn der Corona-Pandemie enorm an Bedeutung gewonnen. Seit Dezember vergangenen Jahres haben die Falken deshalb testweise drei CO2-Sensoren der Stadtwerke Bielefeld in ihrer Kita in der Gustav-Adolf-Straße eingesetzt. Der mehrmonatige Probebetrieb hat den Kinder- und Jugendverband in Bielefeld nun überzeugt, die eigenen Einrichtungen ab sofort umfangreich mit Sensoren auszustatten. Neben den aktuell fünf Kitas erhält auch der von den Falken als Träger betriebene Offene Ganztag an der Diesterwegschule, der Queller Grundschule und der Sudbrackschule zukünftig CO2-Sensoren. In dieser Woche wurden insgesamt 72 Sensoren von den Stadtwerken an die Falken übergeben.

„Genau zu wissen, wann man lüften sollte, ist enorm wichtig. Wie wir in der Pilotphase festgestellt haben, können die CO2-Sensoren unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine sehr große Hilfe sein, um immer für die richtige Luft in den Räumen zu sorgen“, betont Peter Bauer, Geschäftsführer der Falken Bielefeld. „Die Sensoren leisten einen wichtigen, gesundheitlichen Beitrag zum Arbeitsalltag. Deshalb weiten wir den Einsatz aus und statten sowohl die Kitas als auch die OGS-Angebote der Falken mit den Sensoren aus“, ergänzt Geschäftsführer Ulrich Gödde. Yonca Sezen, die Leitern der Falkenkita in der Gustav-Adolf-Straße, hebt den praktischen Vorteil der Raumluftüberwachung hervor: „Ohne die Sensoren hat man nicht so schnell gemerkt, wie schlecht die Raumluft ist. Erst wenn jemand von draußen hereingekommen ist, fiel das auf. Deshalb sind die Sensoren eine große Unterstützung für uns.“ Und auch Daniela Kretzschmar, Leiterin der Kita Nestfalken, freut sich über die technische Unterstützung im Kita-Alltag: „Für uns sind die Sensoren ein tolles Hilfsmittel, das uns nun beim richtigen Lüften in jedem Gruppenraum unterstützt“.

Die Sensoren zur Überwachung des CO2-Gehalts in der Raumluft sind mit dem LoRaWAN-Netz der Stadtwerke Bielefeld verbunden. Dieses Netzwerk deckt das gesamte Stadtgebiet ab und sendet Daten, etwa von den Raumluft-Sensoren, direkt zur Auswertung an einen sicheren Stadtwerke-Server. Dort werden die Daten nach höchsten, technischen Sicherheitsanforderungen und Datenschutzrichtlinien verarbeitet.

Die Sensoren warnen vor Ort ab einem bestimmten Messwert akustisch und optisch, so dass umgehend gelüftet werden kann. Gleichzeitig werden die Messdaten gesammelt und analysiert. Auf dieser Basis lassen sich Lüftungspläne erstellen und die allgemeine Luftqualität statistisch festhalten.

Die verschiedenen LoRaWAN-Sensoren sind an vielen Stellen in Bielefeld im Einsatz. Etwa zur Überwachung von Temperaturen und Feuchtigkeit sowie für das Energiedatenmanagement. Auch andere freie Träger von Kitas und Schulen nutzen die CO2-Sensoren bereits zur Kontrolle der Raumluft.