Baustellenkommunikation optimiert

17.01.2019 | 08:00

geschrieben von  Lisa Schöniger

Stadt und Stadtwerke informieren über Bauvorhaben


Baustellen werden in Bielefeld in den kommenden Jahren weiter eine große Rolle spielen. Investitionen in Straßen, neue Quartiere und Digitalisierung bringen große Chancen mit sich, aber auch nötige Bauaktivitäten, die den Verkehr beeinflussen werden. Um alle Bielefelderinnen und Bielefelder in Zukunft besser über Baustellen zu informieren, haben die Stadt Bielefeld, der Umweltbetrieb und die Stadtwerke in den vergangenen acht Monaten in einem Projekt zusammengearbeitet. Die Ergebnisse liegen nun vor.

Bürgerinnen und Bürger befragt

Teil des Projektes war unter anderem eine Befragung der Bielefelder Bürgerinnen und Bürger. Ein wichtiges Ergebnis ist unter anderem, dass eine Mehrheit der Befragten frühere Informationen zu Baumaßnahmen benötigt. Baudezernent Gregor Moss: „Außerdem wollen sich die meisten Menschen gerne über ein zentrales Portal, über die Zeitung und das Radio über Baustellen informieren. Das sind natürlich Ansätze, an denen wir, auch gemeinsam mit den Medien, arbeiten können.“ Es wurde zudem der Wunsch geäußert, bessere Infos zur Dauer und zum Grund der Maßnahmen direkt an der Baustelle zu bekommen. Auch Umleitungen sollen laut der Umfrage besser kommuniziert werden.


Neben der Befragung der Bürgerinnen und Bürgern gab es intensive Workshops mit den Verkehrsplanern und Bauverantwortlichen bei Stadt, Umweltbetrieb und Stadtwerken. Ziel der Workshops war es, Prozesse zu optimieren, neue Abläufe zu schaffen und ein internes Tool zur Einschätzung von Baustellen zu entwickeln, um auf Baumaßnahmen rechtzeitig reagieren zu können. Mit diesem Tool arbeiten die Behörden und Stadtwerke seit Anfang des Jahres, um den Informationsfluss in jeglicher Weise zu beschleunigen und zu verbessern. Martin Uekmann erklärt: „Ich freue mich, dass die Stadt, der Umweltbetrieb, moBiel und die Stadtwerke hier jetzt noch enger zusammenarbeiten. Wir erhoffen uns, damit einen Beitrag zur Akzeptanz von Baustellen zu leisten. Mit erläuternden Hintergrundinformationen und Mobilitätstipps wollen wir für die Notwendigkeit der Baustellen, noch mehr Verständnis gewinnen. Wir machen uns aber keine falschen Hoffnungen – auch künftig wird sich niemand über eine Baustelle freuen, obwohl jede Baustelle Erneuerung bedeutet und einen Beitrag zur kommunalen Daseinsfürsorge bedeutet.“

Neues Infoportal ab jetzt online


Auf der Internetseite www.baustellen-in-bielefeld.de  ist ab sofort eine neue Baustellenauskunft freigeschaltet. Hier finden sich so früh wie möglich alle größeren Baustellen in Bielefeld. Gregor Moss erklärt: „Jede auch noch so kleine Maßnahme dort einzupflegen wäre nicht machbar. Deswegen werden dort die Baustellen eingestellt, die für Anwohner und Verkehr eine größere Einschränkung bedeuten. Und das werden pro Jahr immerhin rund 1.000 sein.“ Im Online-Portal können sich Interessierte zu sämtlichen Mobilitätsthemen in Bielefeld informieren. Im Vordergrund stehen die Baustellen. Diese sind mit ausführlichen Erläuterungen versehen, zum Beispiel zur Dauer und zu einzelnen Bauphasen. Außerdem gibt es Hinweise zu Umleitungen für alle Verkehrsteilnehmer. In den nächsten Wochen werden auch Informationen zu geplanten Baustellen in der Stadt folgen. Auf der Internetseite gibt es darüber hinaus Informationen zu den Standorten von Parkplätzen, CarSharing-Stationen und E-Ladesäulen sowie die Abbildung von Fahrradwegen und Bus- und Stadtbahnlinien im Tages- und Nacht-netz.

An allen Baustellen im Stadtgebiet wird es außerdem Schilder geben, auf denen man weitere Infomöglichkeiten findet, etwa zur Dauer und zum Grund der Maßnahme. Verstärkt wollen Stadt und Stadtwerke auch auf Aktionen setzen, um Anwohnern und Gewerbe bei sehr großen Baumaßnahmen entgegen zu kommen. Eine Aktion wurde bereits in den vergangenen Herbstferien, während der moBiel-Baumaßnahme an der Brackweder Hauptstraße, erfolgreich durchgeführt. An einem Wochenende konnten Familien mit ihren Kindern in einem Sandkasten nach Goldnuggets graben. Für jeden Goldnugget gab es einen Gutschein für die umliegenden Geschäfte. Martin Uekmann: „Bei der Aktion kam es vor allem auf die gute Zusammenarbeit an. Sie wurde als sehr positiv bewertet. Genauso wollen wir das nun fortführen – immer in guter Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.“