Energie sparen macht Schule in Bielefeld

49 Energiesparschulen ausgezeichnet

Energiebeauftragte der Schulen und Vertreter der Stadt Bi und der Stadtwerke Bi |Foto: Bernd Rehmet
Das Bielefelder Projekt „Energiesparen macht Schule“ ist inzwischen schon fünfzehn Jahre alt und damit auch bundesweit eines der ältesten Projekte dieser Art. Im Laufe der Jahre wurden immer wieder Veränderungen vorgenommen, mal mit externer Fachbegleitung, mal ohne, und das hat dazu beigetragen, dass die Vorgaben im Projekt immer möglichst gut an die jeweiligen Bedingungen in den Schulen angepasst wurden.

Seit 1996 sind Bielefelder Schulen – und damit Bielefelder Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Hausmeisterinnen und Hausmeister- aktiv und sparen Energie und Wasser. Einmal im Jahr werden alle Schulen eingeladen zur Übergabe der Teilnahmeurkunden.

Inzwischen beteiligen sich mehr als die Hälfte aller Bielefelder Schulen aus allen Schulformen an dem Projekt „Energiesparen macht Schule“ und setzen sich damit für Umweltschutz in Bielefeld ein. In den letzten Jahren haben sich an den einzelnen Schulen sehr viele unterschiedliche und kreative Ideen entwickelt, wie das Thema Energiesparen und Klimaschutz besser im Schulalltag verankert werden kann.

Grundsätzlich gibt es ein Energieteam und ein schwarzes (oder grünes) Brett zur besseren Information der Menschen in den Schulen. Viele Schulen haben Energiedienste eingerichtet und informieren die Schülerinnen und Schüler.

Alle Schulen haben ein Banner des Projektes in ihrer Schule hängen und für alle Klassenräume Plakate mit Energiespartipps erhalten.

Zur Unterstützung der vielfältigen Aktivitäten bietet das Projektteam von ISB, Schulamt, Umweltamt und Stadtwerken immer wieder Veranstaltungen, Beratung und Materialien an.

Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit wird der stetig steigende Energiebedarf durch den Einsatz von EDV in den Schulen sein. Durch die Umsetzung des Medienentwicklungsplans wird der EDV Ausbau in den Schulen stark forciert, was natürlich sehr positiv für die Situation an den Schulen ist aber auch einen starken Anstieg des Stromverbrauchs zur Folge hat. Optimierungen und ein effizienterer Umgang mit EDV wird in Zukunft ein wichtiges Thema sein.

 

Aktivitäten der Schulen

Es werden Wettbewerbe ausgelobt, Energiedetektive ausgebildet, Internetseiten erstellt, Daten ausgewertet und Energieverschwender gesucht.

Viele Grundschulen beteiligen sich im Rahmen des Projektes auch an der Kindermeilenkampagne, die erreichen will, dass Schulwege umweltfreundlich zurückgelegt werden und die Kinder nicht jeden Morgen mit dem Auto gebracht werden.

Die Prämie können die Schulen frei einsetzen. Allerdings sind viele dazu übergegangen ganz konkret in den Umweltschutz in der Schule zu investieren. So hat das Carl Severing Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung von den Mitteln Öffentlichkeitsmaterialien für die Mülltrennung in der Schule angeschafft und unterstützt den Verkauf von Recyclingpapier in der Schule. Ein anderes Beispiel ist die Gesamtschule Stieghorst, die von einem Teil der Prämie Preise für einen schulinternen Wettbewerb zum Energiesparen anschafft.

Viele Schulen haben inzwischen Solaranlagen auf dem Dach und nutzen diese für die praktische Arbeit und Auswertung der Daten.

Das  Projekt der „Klimagesunden Schulküche“, das in der Rosenhöhe als Modellprojekt umgesetzt wurde, zählt auch zu den kreativen Maßnahmen für mehr Klimaschutz in der Schule.

 

Ergebnisse:

Die Bewertung der tatsächlichen Einsparungen für 2010, die durch die schulinternen Energieteams erzielt wurden, war in vielen Schulen nicht leicht da die zahlreichen baulichen Maßnahmen, z.B. im Rahmen der Schul- und Sporthallen- Sanierung und im Rahmen der Förderung von Ganztagsschulen, es vielfach noch nicht zuließen, objektive Auswertungen bezüglich der sogen. Zielwerte zu erstellen.

Belohnt werden deshalb primär die vielen Einzelaktivitäten (z.B. Energiedienste in Klassen und Sporthallen, Installationen von Zeitschaltuhren und Thermo-Stopp-Geräten, sowie Registrierung und Übermittlung von unnötigen Heizzeiten).

Im Durchschnitt aller Schulen wurde eine Verbrauchsreduzierung von ca. 3% erreicht.

Dies bedeutet für 2010 für die Bereiche

Wärme eine Einsparung von             ca. 700.000 kWh 

Strom eine Einsparung von               ca. 100.000 kWh 

und Wasser eine Einsparung von     ca. 1.000 m³  .

Die Einsparungen entsprechen in etwa dem Verbrauch von ca. 3 Grundschulen!

Als Gesamtergebnis für das Jahr 2010 lässt sich für alle Schulen eine Energie- und Wasserkosten-Einsparung von ca. 70.000 Euro feststellen.

Als Anerkennung ihrer Leistungen erhalten alle Schulen zusammen 36.400 € als Prämie.

Die pauschale Erfolgsprämie für die Schulen richtet sich, wie im Vorjahr, nach der jeweiligen Energiekostenhöhe der Schule und beträgt  600, bzw. 1.000  oder 1.200 Euro.