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Häufig nachgefragt

Für Sie zusammengestellt: Fragen zum Bielefelder Trinkwasser

Trinkwasserlabor | Toilettenspülung | Kinder putzen Zähne | Wasserschutzgebietschild | Fotos: wvgw


Kann man das Bielefelder Wasser trinken?
Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden nicht nur eingehalten, sondern deutlich unterschritten. Garanten dafür sind die Ausweisung von Wasserschutzgebieten, zahlreiche Maßnahmen zum Grundwasserschutz und eine sorgfältige Behandlung des geförderten und verteilten Wassers.

Durch regelmäßige Kontrollen in einem akkreditierten Labor und in externen Instituten wird unser hoher Qualitätsstandard dauerhaft gesichert.


Was regelt eigentlich die deutsche Trinkwasserverordnung?
Kaum ein Lebensmittel wird so regelmäßig und häufig untersucht wie das deutsche Wasser. Es muss in seiner Beschaffenheit den Anforderungen der deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) und den Empfehlungen des Umweltbundesamtes entsprechen. Diese fußt auf EU-Recht und formuliert strenge Anforderungen an die Trinkwasserqualität. Die höchstzulässigen Konzentrationen (Grenzwerte) für Wasserinhaltsstoffe sind so festgelegt, dass auch bei lebenslanger Aufnahme keine Gesundheitsschäden zu befürchten sind.


Wo erhalte ich Informationen zum Bielefelder Trinkwasser?
Wir beraten Sie gerne im Beratungszentrum HdT, Jahnplatz 5, Telefon: (0521) 51-44 17. (s. auch Kontakt rechts)

Weitere Informationen erhalten Sie über die Downloads rechts zu  Trinkwasserqualität und Trinkwasser für Bielefeld.
 

Wie ist der Härtebereich im Bielefelder Trinkwasser?
In Bielefeld gibt es 3 Härtebereiche. Detaillierte Informationen zu Ihrem Härtebereich erhalten Sie unter dem Download rechts zu Trinkwasserqualität.


Warum ist so viel Kalk im Trinkwasser?
Für viele Stoffe ist Wasser ein besonders gutes Lösungsmittel. Es enthält deshalb als natürliche Bestandteile eine Reihe gelöster Stoffe aus dem Boden wie z. B. Calcium, Magnesium, Natrium, Chlorid und Sulfat, die überwiegend als Salze im Boden vorhanden sind.

Je nach geologischen Verhältnissen im Untergrund ist der Anteil dieser im Wasser gelösten Stoffe unterschiedlich. Unter Wasserhärte wird die Konzentration von Calcium und Magnesium verstanden: je höher der Anteil dieser Mineralstoffe, desto härter ist das Wasser. Calcium und Magnesium werden deshalb auch als Härtebildner bezeichnet. Die Konzentration dieser Stoffe bestimmt die Gesamthärte.


Wo kann ich mein Wasser untersuchen lassen?
Das Bielefelder Trinkwasser wird regelmäßig untersucht, so dass Sie davon ausgehen können, einwandfreie Qualität vorzufinden. Sollten Sie dennoch einmal Grund zur Beanstandung haben, gehen wir der Sache ggf. mit zusätzlichen Untersuchungen auf den Grund. Bitte beachten Sie, dass die Hausinstallation häufig Ursache für Reklamationen ist, für die der jeweilige Hauseigentümer verantwortlich ist.

Sonstige Wasseruntersuchungen - auch für Hauswasserversorgungsanlagen - können Sie z. B. im Labor für Trinkwasser- und Umweltschutz der Stadtwerke Gütersloh GmbH, Sandbrink 25, 33332 Gütersloh, Telefon: (05241) 82-21 06 vornehmen lassen. Die Preise dafür erfragen Sie bitte direkt im Labor. Die Internetseite des Trinkwasserlabors erreichen Sie über den Schnellzugriff rechts.


Wo erhalte ich Informationen zu privaten Hausbrunnen?
Ihr Ansprechpartner ist die Stadt Bielefeld, Umweltamt, Telefon: (0521) 51–0. Die Internetseite des Umweltamts erreichen Sie über Aktuelle Links rechts oben.
 

Sind ausziehbare Schlaucharmaturen in Küche und Bad unbedenklich?
Aus Fachberichten und aus eigener Erfahrung ist uns bekannt, dass ausziehbare Schlaucharmaturen, wie sie in Küche und Badezimmer eingesetzt werden, zu Beeinträchtigungen des Trinkwassers führen können. Aus den verwendeten Metallen bzw. Legierungen können sich Metalle lösen, des Weiteren können sich Bestandteile des Schlauchmaterials, z. B. Weichmacher, aus dem Kunststoff lösen. Aufgrund der Zusammensetzung des eingesetzten Kunststoffmaterials kann es zu einer mikrobiologischen Besiedlung des Schlauches, evtl. in Form eines schmierigen Belages kommen.

Wir empfehlen daher, ausziehbare Schlaucharmaturen durch feste Armaturen zu ersetzen. 


Kann Leitungswasser für Baby- und Kindernahrung verwendet werden?
Ja, das Bielefelder Leitungswasser hat Lebensmittelqualität! Das Wasser sollte jedoch "frisch" sein, deshalb ist es wichtig, bei Babynahrung immer Kaltwasser zu verwenden und das Stagnationswasser zunächst aus den Leitungen laufen zu lassen. Dafür reichen in Ein- bis Zweifamilienhäusern normalerweise wenige Liter. Diese Menge können Sie für die Körperpflege, zum Geschirrspülen oder für Ihre Pflanzen verwenden.


Blei und Trinkwasser – Was ist zu tun?
Trinkwasser, dass durch Bleileitungen fließt, kann erhöhte Bleigehalte aufweisen und dadurch die Gesundheit gefährden, insbesondere, wenn das Wasser längere Zeit in Bleirohren gestanden hat (z. B. über Nacht).

Blei wurde früher sowohl vom Wasserversorger im Bereich der Hausanschlussleitungen verwendet, als auch als Trinkwasserleitungen in den Häusern. Im Verteilungsnetz der Stadtwerke Bielefeld sind nur noch wenige Bleianschlussleitungen vorhanden, die bis zum Jahr 2013 ausgewechselt sein werden. Anders kann es dagegen noch in vielen älteren Häusern aussehen.
Wie können Sie feststellen, ob die Trinkwasserrohre in Ihrem Haus noch aus Blei sind?

  • Häuser, die nach 1973 errichtet wurden, sind nicht betroffen. Seit dieser Zeit werden in ganz Deutschland keine Bleirohre mehr verwendet.
  • Kontrolle der sichtbaren Leitungen (z. B. im Keller hinter dem Wasserzähler (Bleileitungen sind im Gegensatz zu Kupfer- oder Stahlleitungen weicher, sie lassen sich mit einem Messer leicht einritzen oder abschaben und erscheinen silbergrau)
  • Befragung des Hauseigentümers
  • Messung des Bleigehaltes

Bei der Überprüfung der Leitungen und bei der Kontrolle des Grenzwertes kann eine Analytik durch ein Trinkwasserlabor hilfreich sein (siehe Frage „Wo kann ich mein Wasser untersuchen lassen“).  

Neue Rechtslage: Aufgrund der kritischen gesundheitlichen Bewertung von Blei-Konzentrationen im Trinkwasser wurde mit der neuen Trinkwasserverordnung ab Dezember 2003 der zulässige Grenzwert auf 25 µg/l gesenkt, ab Dezember 2013 sinkt er dann weiter auf 10 µg/l.

Was ist zu tun?

  • Austausch der vorhandenen Bleirohre in der Hausinstallation (in Mietwohnungen ist der Hauseigentümer verantwortlich, bitte sprechen Sie diesen darauf an).
  •  Es sind auch andere technische Abhilfemaßnahmen denkbar. Diese können im Einzelfall von der zuständigen Behörde (Kreis Gütersloh, Abteilung Gesundheit, Tel. 85-0) geprüft und angeordnet werden.
  • Sie selbst können behelfsmäßig den Bleigehalt senken, indem Sie das Wasser vor jedem Gebrauch so lange ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kühl aus der Leitung fließt. (Das Ablaufwasser können Sie für andere Zwecke, z. B. als Wasch-, Gieß- oder Putzwasser, nutzen.
  • Schützen Sie Ungeborene, Säuglinge und Kleinkinder! Zur Zubereitung von Säuglings- und Kleinkindernahrung sollten Sie keinesfalls Wasser aus Bleirohren verwenden! Nehmen Sie stattdessen besser abgepacktes Wasser.
    Weitere Informationen und Unterstützung zum Thema Blei und Trinkwasser erhalten Sie

Bei gesundheitlichen Fragen:

  • Geundheitsamt (Stadt Bielefeld, Gesundheitsamt, Telefon (0521) 51-0
  • Ärzte, Hebammen, Ernährungsberatung 

Bei technischen Fragen:

Bei sonstigen Fragen: 

  • Verbraucherzentralen
  • Mietervereine
  • Verband der Haus- und Grundbesitzer


Sind Geräte zur physikalischen Wasserbehandlung zu empfehlen?
Es wird eine Vielzahl an Wasserbehandlungsgeräten angeboten, die auf physikalischer Basis (Permanent-Elektromagnete, verschiedene elektrische Impulse, elektrische Felder etc.) unerwünschte Nebenwirkungen der Wasserhärte vermindern sollen. Physikalische Wasserbehandlungsgeräte verändern die chemische Zusammensetzung des Trinkwassers nicht. Die Härte vor und nach den Geräten bleibt dieselbe. Wissenschaftliche Grundlagen zur Erklärung einer möglichen Wirkungsweise liegen bisher nicht vor.

Nach heutigem Wissen haben diese Geräte keine unerwünschten Nebenwirkungen auf Gesundheit, Umwelt oder die nachgeschaltete Hausinstallation. Derartige Wirkungen können jedoch nicht generell ausgeschlossen werden, da von den Feldern, die von solchen Geräten erzeugt werden, auch physiologische Einflüsse ausgehen sollen, über deren Wirkungsweise ebenfalls nichts bekannt ist.

Mit dem DVGW-Arbeitsblatt W 512 wurde im September 1996 erstmals ein Verfahren zur Beurteilung der Wirksamkeit von Wasserbehandlungsanlagen zur Verminderung von Steinbildung beschrieben. Nach diesem Verfahren wurden ab Herbst 1996 im Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe erste Versuchsreihen durchgeführt. Als nachgewiesen gilt die Wirksamkeit, wenn von den untersuchten Geräten ein Wirksamkeitsfaktor von 0,8 erreicht wird. Das bedeutet, dass bei Einsatz des Gerätes eine um 80 % geringere Kalkbelagerung gegenüber unbehandeltem Wasser erreicht wird. In einer Versuchsreihe des DVGW erreichten drei von 14 getesteten Anlagen diesen Wert.