Visionen brauchen Energie

Zukunft sinnvoll gestalten

Im April 2008 stellten die Stadtwerke Bielefeld das neue ökologische Energiekonzept vor. Die Kohlekessel des Heizkraftwerks an der Schildescher Straße gehen – altersbedingt – Ende 2012 außer Betrieb. Gleichzeitig wächst das Universitätsgelände und die Anforderungen an die Fernwärmeversorgung steigen.

Ein umfassendes Konzept, das klare Schwerpunkte bei den erneuerbaren Energien setzt, soll schrittweise die Fernwärmeversorgung bis 2030 sicherstellen und die regenerative Stromerzeugung stärken. In der geplanten Neuordnung – mit Investitionen von rund 23 Mio. Euro – übernehmen das Holzheizkraftwerk auf dem Gelände der Stadtwerke Bielefeld, Photovoltaikanlagen in Sieker und Sennestadt, zwei Windräder bei Friedrichsdorf und eine Biogasanlage an der Deppendorfer Straße in Bielefeld Schlüsselaufgaben. Flankiert wird das Konzept durch eine höhere Wärmeabnahme von der Bielefelder Müllverbrennungsanlage und den verstärkten Einsatz bestehender
gasbefeuerter Kraftwerke.

Diese Maßnahmen werden die Stadt um rund 108.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) im Jahr entlasten. Der CO2-Ausstoß der Bielefelder Fernwärmeerzeugung aus Heizkraftwerk und Müllverbrennungsanlage würde gegenüber 2005 in nur acht Jahren um 65 Prozent verringert. Die Quote der Kraft-Wärme-Kopplung läge in Bielefeld künftig bei 28 Prozent – ein Spitzenwert. Das Ziel der Bundesregierung für 2020 liegt bei 25 Prozent.